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Infektion durch Problemkeime. Risikominimierung vor elektiven Eingriffen

16.03.2016

58. Kasseler Patienten-Forum Orthopädie


Prof. Dr. Konermann und das Hygieneteam des RKH.

Am 16. März erklären Experten des Roten Kreuz Krankenhauses (RKH) Kassel und des Gesundheitsamtes Kassel von 17 bis 19 Uhr unter anderem wie sich Patienten, die eine OP planen, schon im Vorfeld vor gefährlichen Keimen schützen können. Das Risiko einer Wundinfektion sinkt dadurch um ein Vielfaches – auch komplizierte und langwierige Nachbehandlungen können gezielt vermieden werden. Die Veranstaltung findet im Rahmen des 58. Kasseler Patienten-Forums Orthopädie im Konferenzraum des Krankenhauses statt.

Pro Jahr sind in Deutschland etwa 500.000 Menschen von einer Krankenhausinfektion betroffen. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen lassen sich diese Infektionen häufig vermeiden. Hier setzt die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin des RKH Kassel an: Patienten, bei denen beispielsweise der Einsatz eines künstlichen Gelenks geplant ist, erhalten seit dem letzten Jahr ein kostenloses Hygiene-Kit, mit dem sie sich vor einer Ansteckung mit gefährlichen Keimen schützen können. Das Hygiene-Set kann selbständig zu Hause angewendet werden.

In diesem Jahr nimmt erstmals auch Dr. Markus Schimmelpfennig, stellvertretender Leiter des Kasseler Gesundheitsamtes, als Referent an dem Patienten-Forum teil und erklärt, wie die gezielte Prävention von Multiresistenten Erregern (MRE) gelingt. RKH-Krankenhaushygieniker Tobias Brüggemann und Hygienefachkraft Annett Pfeiffer erläutern unter anderem, welche Maßnahmen das Hygiene-Kit umfasst und worauf Patienten dabei besonders achten müssen. Bei welchen Eingriffen das Kit Anwendung findet und welche Vorteile sich dadurch für den Patienten ergeben, stellen Professor Dr. Werner Konermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin und OA Dr. Marcus Siebert vor.
Offen gebliebene Fragen beantworten die Experten gern im Anschluss an die Veranstaltung.