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Die Kniegelenkprothese – Mehr Sicherheit durch Schutz vor Keimen

26.04.2016

59. Kasseler Patienten-Forum Orthopädie


Prof. Dr. Werner Konermann und das Hygieneteam des RKH Kassel.

Am 26. April informieren Experten der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin des Roten Kreuz Krankenhauses (RKH) Kassel zwischen 17 und 19 Uhr im Konferenzraum 1 des RKH darüber, wann der Einsatz einer Kniegelenkprothese notwendig ist und wie sich Patienten im Vorfeld des Eingriffs gezielt vor gefährlichen Krankenhauskeimen schützen können. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht notwendig. Im Anschluss wird ein Imbiss gereicht. 

 

In Deutschland implantieren Chirurgen Schätzungen zufolge rund 400.000 künstliche Gelenke, sogenannte Endoprothesen. Sie dienen als Ersatz für ein eigenes abgenutztes, verletztes oder erkranktes Gelenk. Neben chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen oder unfallbedingten Gelenkfehlstellungen bildet Arthrose den häufigsten Grund für den Einsatz einer Kniegelenkprothese. Laut dem Robert Koch Institut sind ab 65 Jahren gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer von der Erkrankung betroffen. „Eine Prothese setzen wir allerdings erst dann ein, wenn die Abnutzung des Gelenkknorpels eine erhebliche Zerstörung der Gelenkflächen bewirkt hat“, erklärt Professor Dr. Werner Konermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin. Er und sein Team informieren Betroffene, Angehörige und Interessierte im Rahmen des 59. Kasseler Patienten-Forums über die Erkrankung, ihren Verlauf und die adäquaten Therapiemöglichkeiten.

Einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung bildet die Prävention von Krankenhauskeimen. Seit 2015 bietet das RKH Kassel seinen Patienten die Möglichkeit des gezielten Schutzes vor Keimen auch vor der Implantation einer Kniegelenkprothese. „Damit gehen wir nicht nur gegen MRSA, sondern auch gegen weitere multiresistente Keime vor“, so Konermann. Hierdurch kann die Zahl der Infektionen halbiert werden. Für die Sanierung müssen die künftigen Patienten innerhalb von fünf bis sieben Tagen dreimal täglich antiseptische Salben und Spülungen für Nase, Mund und Rachen verwenden. Auch das Wechseln von Textilien und Gegenständen, die mit der Haut und Schleimhaut in Berührung kommen, ist notwendig. Was die einzelnen Maßnahmen genau umfassen und wie sie durchgeführt werden, erklärt das Hygieneteam des RKH bei der Veranstaltung. Im Anschluss daran besteht für die Anwesenden die Möglichkeit, den Experten gezielt Fragen zu stellen.