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2. Kasseler Orthopädie-Unfallchirurgie-Tagung

Am 16.06.2012, 09:00 Uhr

Hochrisikopatienten: Extremfälle von heute werden zum Klinikalltag von morgen | Der demografische Wandel stellt stetig neue Herausforderungen an Krankenhäuser und deren Personal. Im letzten Jahr war die älteste am Roten Kreuz Krankenhaus (RKH) unfallchirurgisch behandelte Patientin 108 Jahre alt. Um Veränderungen der Alterspyramide gewachsen zu sein, ist eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit des Fachpersonals dringend notwendig. Am 16. Juni wird die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie & Rehabilitative Medizin des RKH die 2. Orthopädie- und Unfallchirurgie Tagung veranstalten.


Chefarzt Prof. Dr. med. Werner Konermann lädt zur 2. Kasseler Orthopädie-Unfallchirurgie-Tagung ein

Immer mehr alte und sehr alte Menschen leben in unserer heutigen Gesellschaft. Das wird besonders in den Krankenhäusern sichtbar. Stürze und Unfälle strapazieren die ohnehin schon überbeanspruchten und altersgeschädigten Gelenke, die Behandlung von Frakturen oder der Austausch eines Gelenks bei solchen Hochrisikopatienten führt im Behandlungsverlauf häufig zu Komplikationen. Deshalb ist es wichtig den besonderen Anforderungen dieser Altersgruppe gerecht zu werden. Im Jahr 2011 war die älteste operativ versorgte Patientin im RKH 108 Jahre alt: „Sie wurde mit einer Oberschenkelhalsfraktur in das Krankenhaus eingeliefert“, so Prof. Dr. med. Werner Konermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie & Unfallchirurgie. Eine besondere Herausforderung, sowohl für die behandelnden Ärzte als auch für die Patientin. Doch Extremfälle von heute werden zum Klinikalltag von morgen gehören. „Wichtiges Ziel ist es, mit den demografischen Entwicklungen Schritt zu halten, zum Beispiel durch die zukunftsorientierte Schulung behandelnder Ärzte“, erklärt Prof. Konermann. Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des RKH veranstaltet ihre diesjährige 2. Orthopädie- und Unfallchirurgie Tagung deswegen unter dem Titel „Moderne Endoprothetik und Osteosynthesen von Knie- und Hüftgelenk beim Hochrisiko-Patienten - Interdisziplinärer Kongress“. Die Fortbildung soll Ärzten einen Einblick in die Arbeitsweise des Krankenhauses ermöglichen. Zu diesem Zweck wird der Hochrisikopatient aus der Sicht von Internisten und Anästhesisten beleuchtet, zudem sind die Endoprothetik und die Osteosynthese sowie der Knieprotheseninfekt Themen der Referenten. Referenten sind PD Dr. Ulrich Fauth (Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin), Dr. Béla Bószik (Oberarzt der Medizinischen Klinik), Dr. David Brendel (Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin), Dr. Marcus Siebert (Assistenzarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin) und Prof. Dr. Werner Konermann.

In Zukunft ist jedoch nicht nur das Personal gefordert, sich den wandelnden Bedingungen anzupassen. Auch eine ständige technische Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten ist notwendig. „Die anstehende Eröffnung der neuen Intensivstation und der Intermediate Care-Station, welche ein Bindeglied zwischen normaler Station und Intensivstation darstellt, wird in diesem Zusammenhang auch Thema der Veranstaltung sein“ sagt der Chefarzt.

Die Tagung wird am Samstag, den 16. Juni im Kasseler Schlosshotel Wilhelmshöhe stattfinden. Interessierte Ärzte können sich per Fax unter 0561-3086-5404, per E-Mail unter kukat@rkh-kassel.de, oder schriftlich über die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin, Frau Annika-Thorgit Kukat, Hansteinstraße 29, 34121 Kassel, anmelden.