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„Immer noch viel Aufklärungsbedarf“

Am 02.06.2015, 12:37 Uhr

140 Besucher beim „Aktionstag gegen den Schmerz“ am Roten Kreuz Krankenhaus (RKH) Kassel


Kassel, 2. Juni: Bereits zum dritten Mal informierte die Klinik für Schmerzmedizin des Roten Kreuz Krankenhauses (RKH) Kassel über ihr Diagnose- und Therapieangebot der modernen Schmerzmedizin. 140 Besucher folgten der Einladung zur Veranstaltung – damit liegt die Besucherzahl auf dem Niveau des Vorjahres. „Unser Schmerztag war ein voller Erfolg“, freut sich Chefarzt Dr. Andreas Böger.

„Die große Nachfrage zeigt, dass es nach wie vor viel Aufklärungsbedarf zum Thema chronische Schmerzen gibt“, konstatiert Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin des Roten Kreuz Krankenhauses (RKH) Kassel. 140 Patienten und Interessierte nahmen am diesjährigen Schmerztag teil. Damit blieb die Besucherzahl auf dem Niveau von 2014. Während der Veranstaltung erhielten sie einen detaillierten Einblick in das Diagnose- und Therapieangebot der Schmerzklinik. Experten veranschaulichten dabei unter anderem, wie eine Symptomauswertung vorgenommen und auf Grundlage dessen die passende Schmerzbehandlung festgelegt wird. Auch erfuhren die Patienten, was sie selbst tun können, um ihre Schmerzen zu regulieren: Mithilfe eines sogenannten Biofeedbackgeräts zeigte das Team der Klinik, wie körperliche Vorgänge zu Verspannungen führen. Darüber hinaus konnten die Besucher anhand einer Kopfplastik ihre Schmerzpunkte aufzeigen, und so mehr über mögliche Schmerzursachen erfahren. Zusätzlich fand stündlich eine Experten-Fragestunde zu den speziellen Schmerzarten statt, bei der die Besucher ihre Fragen direkt an die Ärzte stellen konnten. Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte ein Physiotherapeut Übungen, mit denen Patienten gezielt Schmerzen lindern oder diesen sogar vorbeugen können.

Schmerztag auch 2016 geplant

Der „Aktionstag gegen Schmerz“ findet jährlich am ersten Dienstag im Juni statt. Bundesweit machten in diesem Jahr über 500 Institutionen, darunter Kliniken, Praxen und Verbände, mit dem Aktionstag auf das Thema „chronische Schmerzen“ und „moderne Schmerzmedizin“ aufmerksam. Bereits zum dritten Mal beteiligte sich das Team der Schmerzklinik des RKH an der Veranstaltung und plant auch für 2016 die Teilnahme am Aktionstag. „Wir wollen so viele Betroffene wie möglich mit unserer Veranstaltung erreichen“, fasst Böger seinen Wunsch zusammen.

Mit 45 stationären Behandlungsplätzen und angeschlossener Schmerzambulanz gehört die Schmerzklinik des RKH zu den großen Schmerzzentren Deutschlands und ist die größte Schmerzklinik Hessens. Die Klinik öffnete 2010 und wird von Dr. Andreas Böger, der auch Regionalleiter der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) ist, geführt.