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In der Region einzigartiges Zentrum für Viszeralmedizin am RKH eröffnet

Am 16.01.2012, 09:55 Uhr

Am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel wurde das erste Zentrum für Viszeralmedizin der Region Nordhessen eröffnet. Patienten mit Erkrankungen des Verdauungstraktes werden dort von Anfang an interdisziplinär betreut. So werden sie nicht nur schneller erfolgreich behandelt, das innovative Konzept erspart den Erkrankten auch unnötige Untersuchungen.


Chirurgen und Internisten behandeln im Zentrum für Viszeralmedzin die Patienten von Anfang an gemeinsam.

„Die Behandlung von zahlreichen Erkrankungen des Verdauungstraktes ist sehr komplex geworden. Das liegt daran, dass Therapiekonzepte heutzutage immer individueller werden und idealerweise auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind“, sagt Professor Dr. Rudolf Hesterberg, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Roten Kreuz Krankenhauses (RKH). Er leitet zusammen mit dem Chefarzt der Medizinischen Klinik des RKHs, Professor Dr. Christian Löser, das neue Zentrum. Sinnvoll ist eine solche interdisziplinäre Einrichtung deshalb, weil bei der Diagnose und der individuellen Therapieentscheidung insbesondere bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, komplizierten Gallensteinleiden, Pankreaserkrankungen aber auch Tumoren der Verdauungsorgane eine enge Zusammenarbeit beider beteiligter Fachdisziplinen, der Gastroenterologie und der Viszeralchirurgie, erforderlich ist. „Nur so können wir für den einzelnen Patienten die individuell bestmögliche Therapie festlegen“, erklärt Professor Löser. „Zunächst starten wir mit 10 Betten, bei Bedarf können wir diese aber auch ausweiten“, sagt Chefarzt Löser. Auf der neuen viszeralmedizinischen Station wird täglich eine gemeinsame gastroenterologisch-viszeralchirurgische stattfinden. „Alle diagnostischen Maßnahmen und auch das therapeutische Vorgehen, einschließlich der eventuellen Operation, werden wir gemeinsam besprechen und festlegen“, erläutert Professor Hesterberg. So kann für jeden einzelnen Patienten ein optimales, individuell auf ihn zugeschnittenes Behandlungskonzept erstellt werden. „Durch diese Zentrumsbildung wollen wir die in unserem Haus traditionsgemäß schon immer sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Gastroenterologen und den Viszeralchirurgen zum Wohle unserer Patienten weiterhin verbessern. Wir versprechen uns durch das neue Zentrum eine noch schnellere und bessere Diagnostik, gemeinsame Entscheidungen zu individuellen Therapiekonzepten und bei erforderlicher Operation eine individuell noch bessere Vorbereitung der Patienten,“ erläutert Professor Hesterberg. 

Patienten können über die zentrale Aufnahme der Medizinischen sowie der Chirurgischen Klinik (Tel.:0561 3086-74409 bzw. 0561 3086-74209) sowie über das Sekretariat von Prof. Chr. Löser (Tel.: 0561 3086-4401, Fr. Ziegler) oder über das Sekretariat von Prof. R. Hesterberg (Tel.: 0561 3086-4201, Fr. Faßhold) angemeldet werden.