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Behandlung eines Kindes aus Tadschikistan am RKH

Am 01.07.2013, 15:16 Uhr


Der leitende Oberarzt Dr. Patrice Moubayed, Herr Arash Jafari und Assistenzärztin Frau Tamarica Fischer-Nagel mit Ekhsondzon

Ekhsondzon B. ist acht Jahre alt und über das Friedensdorf in die Klinik für Plastische Chirurgie des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel zur Behandlung gekommen. Der Junge lebt in heruntergekommenen Verhältnissen mit seiner 3-jährigen Schwester und seinen Eltern in Tadschikistan. 
Er berichtet uns in einem längeren Gespräch, dass er sich als kleines Kind wohl an heißem Wasser verbrüht habe. Hierbei hat er sich sein Gesicht, seine linke Hand sowie seine Schulter verbrannt. 
Im Bereich der linken Hand hat das Ausmaß der Verbrennungen ein gesundes Wachstum der Langfinger sowie des Daumens verhindert, so dass die linke Hand komplett funktionsunfähig blieb und er lernen musste, so zu leben, als hätte er nur eine gesunde rechte Hand. 
Durch die verunstaltenden Narben im Gesichtsbereich wird er, so berichtet er uns eingeschüchtert und stockend in seiner Sprache, immer wieder von Gleichaltrigen gehänselt und nicht als ein normales Kind wahrgenommen. Man habe Angst vor ihm, so berichtet er uns weiter.
Bereits einmal wurde er in Tadschikistan an der Hand operiert, jedoch ohne großen Erfolg.
In einer zweistündigen Operation wurde Haut dem Oberschenkel entnommen und an die betroffenen Stellen transplantiert und die Finger mit Hilfe von Metallstiften (sogenannten K-Drähten) wieder in die richtige Position gebracht. 
Eine nach Maß angefertigte Thermoplast-Schiene des Sanitätshauses Brandau soll eine langfristige Korrektur der Fehlstellung der Finger unterstützen. Zudem korrigierten wir das vernarbte Gewebe im Schulterbereich. In einem weiteren Eingriff sollen die Vernarbungen im Gesichtsbereich behandelt werden. Doch dies werden nicht die letzten Eingriffe des kleinen Jungen aus Tadschikistan sein. Da er noch wachsen wird, die transplantierten Hautareale jedoch nicht, werden noch einige Operationen folgen. Bis es jedoch soweit ist, wird Ekhsondzon in seine Heimat zurückkehren.

Seit rund acht Jahren besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen dem Friedensdorf und dem Roten Kreuz Krankenhaus Kassel. Jährlich werden hier bis zu drei Kinder aus Krisengebieten und Dritte-Welt-Ländern behandelt. Denn in ihrer Heimat gibt es keine Möglichkeit auf eine ausreichende medizinische Behandlung. Für uns Ärzte und das Krankenhaus stehen hierbei die humanitären Motive an erste Stelle. Die Kosten für die Operationen trägt das Rote Kreuz Krankenhaus Kassel. 
Wenn Sie das RKH und Ekhsondzon B. auf dem langen Weg in ein "sorgefreieres, kindergerechtes" Leben zu unterstützen möchten, bitten wir Sie um Spenden auf folgendes Konto:

Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel
Evang. Kreditgen. Kassel e.G.
BLZ:520 60410
Konto: 9660
Stichwort: Tadschikistan