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Mit Pyramidenkonzept zum Erfolg

Am 26.09.2013, 09:09 Uhr


Professor Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Chefarzt der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel hat sich in den fünf Jahren ihres Bestehens mit >1200 stationären Fällen pro Jahr zur größten MKG Klinik in Hessen entwickelt und versorgt ein Gebiet von etwa 2 Millionen Einwohnern in Nord- und Osthessen und den angrenzenden Bundesländern. In Form des Pyramidenkonzepts wurden alle bestehenden Versorgungsstrukturen als Partner kollegial mit eingebunden. Analog zu den Stufen einer Pyramide werden die Patienten von den niedergelassenen Hauszahnärzten, niedergelassenen Oralchirurgen, niedergelassenen Kieferchirurgen, Klinikärzten usw. jeweils weiterüberwiesen, wenn die Schwere der Krankheit die Kompetenz der nächst höheren Stufe erfordert. Dadurch gelingt es, die Kiefer- und Gesichtskrankheiten, die in der Region im MKG Bereich anfallen, auf die Klinik zu zentrieren. Die MKG Klinik hat sich durch zuverlässige Patientenversorgung und regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen Vertrauen bei den niedergelassenen Ärzten erworben. 

Eine Folge des Pyramidenkonzeptes als einzige Klinik eines Großraums ist, dass an der Spitze der Pyramide als letzte Instanz kein „Fallpicking“ auf wenige Standardoperationen möglich ist. Stattdessen ist eine breite Versorgung auf hohem Spezialisierungsniveau einer Universitätsklinik gefragt, die auch dank kompetenter Mitarbeiter und Partnerkliniken und einer kompetenten Verwaltung im Hause vorgehalten wird. Zudem besteht ein hoher Notfallanteil. Dies erfordert eine hohe Flexibilität bei der OP-Kapazitätszuweisung und eine leistungsfähige MKG-Ambulanz, nachts hervorragend ergänzt durch die zentrale Notaufnahme des RKH. 

In der Region hat sich die Klinik insbesondere auf dem Gebiet der Tumorchirurgie durch die mikrochirurgisch anastomosierte Rekonstruktion von Gewebedefekten einen guten Ruf erworben. 
Erfreulich ist auch die gute Zusammenarbeit mit regionalen Kieferorthopäden im Rahmen der Bissumstellungschirurgie, die ergänzt durch Kinn- und Nasenplastiken auch wichtige ästhetische Aspekte hat. Weitere Aufbauarbeit ist auf dem Gebiet der Kinderchirurgie, insbesondere der Versorgung von Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten sowie bei einer verbesserten Einbindung in die Rettungsdienste zur Traumaversorgung in der Region geplant. Durch Versorgung von Gesichtsverletzten in einer Spezialklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie können häufig bleibende Schäden wie Bissstörungen oder Gesichtsnarben vermieden werden. 

Bundesweit wird die Klinik für große Zahnimplantat-Rekonstruktionen mit Knochenaufbauten und Knochentransplantationen in Anspruch genommen. Die zentrale Lage Kassels in Deutschland und die gute ICE Anbindung am Bahnhof Wilhelmshöhe sind klare Standortvorteile. Für Zahnimplantatpatienten wurde als vorgeschaltete Instanz das Implantatzentrum Prof. Terheyden & Partner im Gebäude Bergmannstraße 32 geschaffen, das für jedermann, auch Krankenhausangehörige für Zahnbehandlungen offen steht.