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Arzt-Patienten-Seminar zu chronisch entzündlichen Darmkerkrankungen

Am 25.02.2017, 14:21 Uhr

Neue Perspektiven für Betroffene und ihre Ärzte


Am 25. Februar richten die DRK-Kliniken Nordhessen gemeinsam mit dem Landesverband Hessen der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung DCCV e. V. das Arzt-Patienten-Seminar zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) aus. Von 10 bis 13 Uhr informieren Experten im Foyer der EAM GmbH, Monteverdistraße 2, Betroffene, Angehörige und Ärzte über die vielfältigen Krankheitssymptome, Behandlungsoptionen und -strategien.

Seit mittlerweile über 15 Jahren richten die Medizinische Klinik und die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie gemeinsam mit der DCCV das Arzt-Patienten-Seminar aus. Jedes Jahr widmet sich die Veranstaltung drei praktisch relevanten Themen, für Betroffene aber auch für Ärzte. In diesem Jahr bilden neue Perspektiven in Bezug auf die komplexen Krankheitssymptome, Therapiemöglichkeiten und Behandlungsstrategien den Schwerpunkt.

Zunächst begrüßen Professor Dr. Christian Löser, Chefarzt der Medizinischen Klinik sowie Sabine Bauch vom Landesverband Hessen der DCCV die Teilnehmer. Anschließend widmet sich Professor Dr. H.-Joachim Glaser, Chefarzt der Vitalisklinik Bad Hersfeld, den sogenannten extraintestinalen Manifestationen. Damit sind Krankheitssymptome außerhalb des Darms gemeint. Sie treten bei fast einem Drittel der Betroffenen auf, oft noch bevor die Diagnose CED gestellt wird. Am häufigsten davon betroffen sind die Gelenke, aber auch die Haut, Leber oder das Auge können in Mitleidenschaft gezogen werden.

Priv.-Doz. Dr. Kia Homayounfar, seit letztem Jahr Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie der DRK-Kliniken Nordhessen, informiert im Anschluss daran, welche konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten Betroffenen bei entzündlich oder narbig bedingten Engstellungen des Dünn- und Dickdarms zur Verfügung stehen. „Unser Ziel bei einer Operation ist es immer, möglichst viel des Darms zu erhalten“, erklärt Homayounfar.

In den letzten Jahren haben sich die Behandlungsstrategien bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen erheblich erweitert. Patienten stehen deutlich mehr Optionen zur Verfügung. Dies erfordert eine zunehmend kritischere Sicht auf die Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Behandlung, wie Professor Dr. Andreas Stallmach vom Universitätsklinikum Jena verdeutlichen wird. Zum Abschluss des Arzt-Patienten-Seminars erwartet das Publikum eine angeregte Podiumsdiskussion, bei der Fragen an die einzelnen Experten gestellt werden können.

In den DRK-Kliniken Nordhessen werden Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa interdisziplinär von der Medizinischen Klinik und der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Endokrine Chirurgie betreut. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Rückfragen stehen Sabine Bauch von der DCCV (E-Mail: sbauch@dccv.de, Telefon: 05601 – 89 554 17) oder das Sekretariat der Medizinischen Klinik (inneremedizin@drk-nh.de, Telefon: 0561 – 3086 4401) zur Verfügung.