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Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel erhält Gütesiegel als Akademisches Lehrkrankenhaus

Am 08.04.2015, 12:10 Uhr

Erstes zertifiziertes Akademisches Lehrkrankenhaus in Kassel und Umgebung


08. April 2015: Das Rote Kreuz Krankenhaus (RKH) Kassel wurde bundesweit als drittes Akademisches Lehrkrankenhaus zertifiziert. Es demonstriert damit seine herausragende Stellung in der Ausbildung von Medizinstudenten. Die erfolgreiche Zertifizierung ist am MFT - Zert - Gütesiegel zu erkennen. Das RKH stellt das erste zertifizierte Akademische Lehrkrankenhaus in Kassel und Umgebung dar.

Das Rote Kreuz Krankenhaus Kassel ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen. In einem Akademischen Lehrkrankenhaus können Medizinstudenten das letzte Jahr ihres Studiums, das sogenannte Praktische Jahr (PJ), absolvieren. Ein Akademisches Lehrkrankenhaus muss neben der medizinischen Versorgung auf aktuellstem wissenschaftlichem Stand ein fundiertes Ausbildungskonzept sowie medizin-didaktisch geschulte ausbildende Ärzte aufweisen.

Die Zertifizierung der Akademischen Lehrkrankenhäuser wurde vom Medizinischen Fakultätentag (MFT) beschlossen, um die hohe Qualität der Ausbildung der Medizinstudierenden auch außerhalb der Universitätskliniken zu gewährleisten. Während des Zertifizierungsverfahrens werden 24 Qualitätskriterien in den drei Ausbildungsdimensionen „Erlernen praktischer Tätigkeiten am Patienten“, „Betreuung durch ausbildende Ärzte“ und „wissenschaftlich-didaktische Fundierung der Ausbildung“ genau überprüft. 

Das Rote Kreuz Krankenhaus wurde am 20.Februar 2015 von einer vierköpfigen Gutachterkommission begangen. Einen ganzen Tag lang wurden die Krankenhausgeschichte und -struktur dargestellt, die einzelnen Kliniken des Hauses vorgestellt und Ausbildungskonzepte detailliert erläutert. Hierbei zeigte sich die Gutachterkommission beeindruckt von der sehr hohen Qualität der Ausbildung. „Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz, weil sie unser außerordentliches Engagement in der Ausbildung der Medizinstudenten wiederspiegelt“ sagt Dr. Mathias Kleiß, Chefarzt der Klinik für Interdisziplinäre Onkologie und PJ-Beauftragter des Roten Kreuz Krankenhauses. Die Gutachter unterhielten sich nicht nur mit den Ärzten, sondern auch mit den aktuell am RKH befindlichen Medizinstudenten im Praktischen Jahr, und waren sehr erfreut über die äußerst positiven Rückmeldungen seitens der Studierenden über die Ausbildung am Roten Kreuz Krankenhaus. Für Professor Hesterberg, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Ärztlicher Direktor des Roten Kreuz Krankenhauses, bedeutet das die Bestätigung des langjährigen Lehr- und Ausbildungskonzeptes des RKH: „Die Studenten werden vom ersten Tag an fest in den Klinikbetrieb integriert und lernen als Teil des ärztlichen Teams natürlich sehr rasch praktische ärztliche Tätigkeiten.“ Daneben gibt es einen festen Lehrplan mit mehrmals wöchentlich stattfindenden Seminaren und Lehrvisiten zu unterschiedlichen Themen. Das RKH setzt zudem auf einen engen Austausch zwischen den Beteiligten: Der Draht zu den ausbildenden Ärzten ist kurz, die Chef- und Oberärzte sind ständige Ansprechpartner für die Medizinstudenten. Neben der fundierten theoretischen und intensiven praktischen Ausbildung genießt aber auch die Vermittlung eines empathischen Umgangs mit den Patienten einen besonderen Stellenwert.

Auch Geschäftsführerin Elisabeth Deterding freut sich über diesen Erfolg „ihres“ Roten Kreuz Krankenhauses, denn die Krankenhausleitung unterstützt intensiv die akademische Ausbildung am RKH. „Wir sehen die Ausbildung unseres ärztlichen Nachwuchses als wichtige Investition in die Zukunft“, so Elisabeth Deterding.