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SVH Kassel: Spieler nach Knie-OP bald wieder trainingsbereit

Am 19.05.2011, 11:29 Uhr

Eine gute Nachricht für alle Fans des Bundesliga Handball-Drittligisten SVH Kassel: Torwart Niklas Becker und sein Mannschaftskamerad Igor Schuldes, Rechtsaußen, sind auf dem Weg der Besserung. Gleich beide Spieler hatten sich verletzt und mussten sich einer Knieoperation im Roten Kreuz Krankenhaus Kassel unterziehen.


Professor Werner Konermann geht von einer schnellen Genesung der beiden Spieler des SVH Kassel, Niklas Becker und Igor Schuldes aus. Yulia Sharnikova, Physiotherapeutin des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel, trainierte schon bald nach den Operationen mit den beiden Verletzten (v.l.n.r.).

(AHE) „Bei Herrn Schuldes haben wir eine akute Innenmeniskusverletzung am Knie operativ versorgt, bei Herrn Becker ging es um einen Defekt der Kniescheibe, der schon länger bekannt war. Beide Operationen sind gut verlaufen“, schildert Prof. Dr. Werner Konermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Roten Kreuz Krankenhauses in Kassel. 

Der Rechtsaußen Igor Schuldes hatte sich die Verletzung vergangene Woche im Training zugezogen. Nach den geglückten Eingriffen und wenigen Tagen Klinikaufenthalt, natürlich im gemeinsamen Zimmer, konnten die beiden Spieler das Krankenhaus bereits wieder verlassen. „Handball ist ein harter Sport. Nicht selten sehen wir Verletzungen, besonders am Knie, die sich die aktiven Spieler zuziehen“, sagt Prof. Konermann, der zusammen mit Dr. Marcus Siebert die Mannschaft als Sportmediziner betreut. „Die Therapie ist ganz unterschiedlich, je nachdem, um welche Verletzung es sich handelt. Bei Igor Schuldes konnten wir die Operation arthroskopisch, also minimal-invasiv mit nur zwei kleinen Schnitten durchführen. Er wird voraussichtlich in zwei Wochen bereits wieder mit dem Training beginnen können“, sagt Prof. Konermann. 

Niklas Becker muss sich länger gedulden: Bis seine Verletzung vollständig geheilt ist und er wieder auf dem Feld stehen kann, wird es nach Angaben Konermanns voraussichtlich noch 3 Monate dauern. Damit beide Spieler ihre Knie schnell wieder richtig belasten können, begann nach der Operation schon das physiotherapeutische Training mit der Physiotherapeutin des Roten Kreuz Krankenhauses, Frau Yulia Sharnikova. 

„Oft sind es auch Breitensportler, die mit ähnlichen Verletzungen zu uns kommen. Handball ist nach dem Fußball die zweitpopulärste Sportart in Deutschland“, sagt Professor Konermann. „Die meisten Unfälle ereignen sich durch Zweikämpfe“, sagt der Experte, dessen Sohn selbst in beim Drittligisten SVH Kassel spielt. Damit Freizeitsportler nach dem Training auch wieder gesund nach Hause gehen können, rät Professor Konermann: „Auch bei Ballsportarten lässt sich das Verletzungsrisiko durch Aufwärmen und Muskeltraining deutlich reduzieren. Direkt vor dem Spiel sollten sich Sportler einige Minuten allgemein aufwärmen und dann auch entsprechend dehnen. Die Muskeln, Sehnen und Bänder sind dann geschmeidig und weniger verletzungsanfällig. Viele Verletzungen entstehen, wenn der Sportler erschöpft ist. Deshalb ist eine gute Kondition wichtig“.