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Neue sportmedizinische Betreuung der HSG Zwehren/Kassel

Am 21.10.2011, 10:29 Uhr

Prof. Dr. Werner Konermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel, betreut seit dieser Spielsaison die 1. Herrenmannschaft der HSG Zwehren/Kassel in allen sportmedizinischen Fragen. Von der Prävention über die akute Versorgung am Spielfeldrand bis hin zur weiteren Versorgung im Krankenhaus ist alles dabei. Fast wie in der Bundesliga.


Prof. Dr. W. Konermann

(AHE) 1,5 Millionen Deutsche verletzen sich jährlich beim Sport. Handball ist nach dem Fußball nicht nur die zweitpopulärste sondern auch die zweitgefährlichste Sportart. „Handball ist ein harter Sport. Nicht selten sehen wir in meiner Klinik Verletzungen, besonders am Knie und an der Schulter, die sich die aktiven Spieler zuziehen“, sagt Prof. Konermann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel (RKH). „Die meisten Unfälle ereignen sich durch Zweikämpfe“, sagt der Experte, der die 1. Herrenmannschaft der HSG Zwehren/Kassel zusammen mit Dr. Marcus Siebert seit der laufenden Spielsaison sportmedizinisch betreut. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Medizinern und dem Verein ergeben sich viele Vorteile für die Spieler: „Wir beraten das Team natürlich ganzjährig in allen sportmedizinischen Angelegenheiten“, sagt Professor Konermann. Der Chefarzt ist außerdem bei vielen Heimspielen vor Ort. „Bei Verletzungen können wir also die ersten therapeutischen Maßnahmen am Spielfeldrand einleiten und anschließend, falls es nötig ist, die Behandlung im Roten Kreuz Krankenhaus fortsetzen“. So können die Spieler auch am Wochenende tagsüber und nachts von der ersten Sekunde an optimal versorgt werden. Für die in der Landesliga spielende Mannschaft ist das eine hervorragende medizinische Rundumbetreuung. „Wie in der Bundesliga“, sagt Professor Konermann. Aber nicht nur im Spiel ist eine medizinische Betreuung wichtig. „Prävention ist das A und O, in allen Spielklassen und Sportarten. Ein Sportphysiotherapeut ergänzt deshalb immer die ärztliche Betreuung“, erklärt der Experte. Die Mannschaft wird aus diesem Grund hervorragend durch den Physiotherapeuten Markus Bantel vor, während und nach dem Spiel betreut.  „Früher wurden die Spieler durch den Physiotherapeuten bei Schmerzen passiv behandelt: Massagen, Elektrotherapie usw. Heute wissen wir, dass der effiziente und schonende Aufbau der entsprechenden Muskelgruppen wichtig ist“, erklärt Professor Konermann. Nach Verletzungen und Operationen werden die Sportler und Patienten im Roten Kreuz Krankenhaus außerdem durch ein 12köpfiges Physiotherapieteam betreut. „In unserem ambulanten Bereich der Physiotherapie-Abteilung haben wir alle Möglichkeiten, Spieler und Patienten nach einer Verletzung oder Operation wieder auf die alltäglichen und sportlichen Belastungen vorzubereiten. Hierfür werden individuelle Rehabilitationspläne erstellt.“ Um die Versorgung noch weiter zu optimieren und auszubauen, hat die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie die sportorthopädische Sprechstunde ausgebaut. Hierdurch können auch Spielerinnen und Spieler anderer Mannschaften und sportbegeisterte Bürger untersucht und beraten werden. Zusätzlich können verletzte Spieler jederzeit in den anderen Kliniken des RKH versorgt werden. „Bei Nasenbeinfrakturen bis hin zu schweren Gesichtsverletzungen haben wir die Experten der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie direkt im Haus“, erklärt Professor Konermann. Obwohl so die ärztliche und therapeutische Versorgung rund um die Uhr gesichert ist, hofft Professor Konermann natürlich immer auf verletzungsfreie Spiele, denn: „unser Sohn Tim spielt selbst in der 1. Herrenmannschaft der HSG Zwehren/Kassel“.