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Girls‘ Day in der Schmerzklinik

Am 18.04.2011, 11:42 Uhr

Am bundesweiten Girls‘ Day öffnete die Klinik für Schmerztherapie am Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel ihre Pforten für interessierte Schülerinnen. Die 13jährige Jandra aus Göttingen durfte einen Tag lang Krankenhausluft schnuppern und den Ärzten über die Schulter schauen.


Durfte sich am Girls‘ Day einen Tag lang wie ein Arzt fühlen: Jandra Schmall, Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums Göttingen zusammen mit Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Schmerzklinik des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel.

(AHE) Einmal nicht die Schulbank drücken und ins Berufsleben schnuppern, hieß es am vergangenen Donnerstag für Jandra Schmall aus Göttingen. Die 13jährige Gymnasiastin durfte am Girls‘ Day in den Arztkittel schlüpfen, sich das Stethoskop um den Hals hängen und den Experten der Schmerzklinik des Roten Kreuz Krankenhauses in Kassel über die Schulter schauen. 

Bereits seit 10 Jahren können Mädchen am Girls‘ Day, Deutschlands größten Berufsorientierungsprojekt, hinter die Kulissen von hauptsächlich technischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen schauen. Die Achtklässlerin ist dieses Jahr das vierte Mal beim Girls‘ Day dabei, „Arbeitsvermittler“ war in diesem Jahr ihr Nachbar, der selbst im Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel beschäftigt ist. Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Schmerzklinik des Roten Kreuz Krankenhauses, war einen Tag lang ihr Chef. „In vielen Bereichen fehlt heutzutage der Nachwuchs. Deswegen ist es wichtig, das Interesse der Jugendlichen zu wecken“, sagt der Schmerzspezialist. 

Als Teil des Teams der Schmerzklinik durfte Jandra mit zur morgendlichen Visite und anschließend Beobachterin bei einigen Behandlungen sein. Die Schülerin weiß nun, dass man gegen manche Formen des Schmerzes mehr machen kann, als Tabletten zu schlucken: „Ich durfte bei einer Physiotherapiestunde dabei sein und bei habe eine Einweisung in die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson miterlebt“, berichtet die Schülerin. „Ich finde es sehr interessant und spannend, auch mal hinter die Kulissen schauen zu können“, sagt sie. Ob die Schülerin nach ihrem Schulabschluss tatsächlich im medizinischen Bereich arbeiten möchte, weiß sie noch nicht. „Für eine Entscheidung habe ich ja noch viel Zeit“, sagt die 13jährige.