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Kompetenzzentrum für Koloproktologie erhält Rezertifizierung

Am 23.05.2011, 11:23 Uhr

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel wurde als erste deutsche Klinik zum Kompetenzzentrum für Koloproktologie rezertifiziert. Für Patienten bietet das einen klaren Vorteil: Denn die Rezertifizierung zeigt, dass am Kasseler Krankenhaus Darmchirurgie auf höchstem Niveau betrieben wird und modernste Qualitätsstandards gelten.


Chefarzt Professor Dr. Rudolf Hesterberg und Oberärztin Dr. Jutta Goepfert sind stolz darauf, dass das Rote Kreuz Krankenhaus Kassel als erstes Krankenhaus Deutschlands zum Kompetenzzentrum für Koloproktologie rezertifiziert wurde.

(BvT/AHE) „Die Rezertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zeigt uns, dass unsere Arbeit im Bereich der Koloproktologie in den letzten Jahren sehr gut war“, kommentiert Prof. Dr. Rudolf Hesterberg, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel, die Rezerti­fizierung seiner Klinik als Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie. Das Kasseler Kompetenzzentrum ist damit das erste von deutschlandweit 74 Zentren, das erneut das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) erhält. „Hauptsächlich operieren wir im Gebiet der Koloproktologie gut- und bösartige Tumoren“, sagt Prof. Hesterberg und führt aus: „Mit mehr als 150 Entfernungen eines bestimmten Dickdarmabschnitts und ca. 50 große Mastdarm-Operationen pro Jahr können wir weit höhere Operationszahlen nachweisen, als von der Fachgesellschaft gefordert und verfügen damit über einen sehr großen Erfahrungsschatz und hohes Qualitätsniveau in der chirurgischen Koloproktologie“. 

Mit dem Zertifikat möchte die Fachgesellschaft dazu beitragen, dass die Qualität an Kliniken verbessert und die Prozesse der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements transparent gemacht werden. Wenn eine chirurgische Klinik die strengen Qualitätsstandards der DGAV erfüllt, zeigt dies, dass dort Chirurgie auf höchstem Niveau betrieben wird. „Dass dies bei uns der Fall ist, wurde uns nun durch die Rezertifizierung erneut bestätigt“, sagt Prof. Hesterberg. Für den Patienten bedeutet das die Sicherheit, dass die Klinik nach modernsten Standards arbeitet und dass die höchstmögliche Qualität gewährleistet wird.
 

Fachgesellschaft prüft nach strengen Qualitätsstandards

Überprüft wird beim Zertifizierungs-Verfahren beispielsweise die apparative Ausstattung der Abteilung, die Qualität und Struktur der interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen oder die Therapieerfolge, die sich etwa mit der Rate der Tumorrezidive feststellen lässt. Ebenso muss das Zentrum nachweisen, dass standardisierte Prozesse zur Qualitätssicherung in der Klinik angewendet werden und die Therapien nach den Leitlinien der Fachgesellschaft erfolgen. „Dadurch, dass unsere Ergebnisse und die Daten zur Qualität unserer Prozesse in den geprüften Bereichen so gut waren, haben wir als erste Klinik in Deutschland die Rezertifizierung als Kompetenzzentrum  erhalten“, erläutert der Chefarzt das Ergebnis des Prüfungsverfahrens. 

Für die Patienten der Klinik am Roten Kreuz Krankenhaus bedeutet das Ergebnis aber weit mehr als eine Blatt Papier: „Mit dem Zertifikat wird bestätigt, dass unsere viszeralchirurgischen und koloproktologischen Fachärzte eine hohe Qualifikation besitzen und sich regelmäßig fortbilden. Außerdem verfügen wir über das nötige Equipment für eine gute und sichere Diagnosestellung und können Therapieerfolge nachweisen, die den hohen Standards der Fachgesellschaft entsprechen. All dies sind wichtige Merkmale für eine qualitativ hochwertige Versorgung“, führt Prof. Hesterberg aus. An dem Kasseler Krankenhaus werden zudem alle Eingriffe und Behandlungen bei Tumorpatienten im Rahmen eines Tumorboards besprochen. Das heißt, dass Entscheidungen nicht von einem einzelnen Arzt oder nur einer Abteilung getroffen werden, sondern von einem interdisziplinären Expertengremium der Klinik. „Dank unserer guten Arbeit im Gebiet der chirurgischen Kolo­proktol­ogie hoffen wir natürlich, dass sich auch der ärztliche Nachwuchs für unsere Klinik interessiert“, sagt der Experte. Die Zusatzqualifikation zum Viszeralchirurgen und Koloproktologen sei durch die hohen Fallzahlen relativ gut erreichbar. „Die jungen Kollegen haben bei uns einfach die Möglichkeit, genügend Praxis zu erlangen“, sagt der Chefarzt.