Home

Schmerzen verstehen

Am 20.01.2014, 11:09 Uhr

Start der ersten qualifizierten Fortbildung zum „Schmerz-Assistenten“ am Roten Kreuz Krankenhaus (RKH) - Kassel, 20. Januar 2014 – In Nord-Hessen leiden rund 170.0001 2 Menschen unter chronischen Schmerzen – in der gesamten Bundesrepublik sind es sogar 12 Millionen. Bleiben die Schmerzen unentdeckt oder werden falsch behandelt, belastet das nicht nur die Psyche der Betroffenen, sondern schränkt auch deren Lebensqualität erheblich ein. Wie effektiv eine individuelle Schmerztherapie ist, weiß Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel. Er behandelt seit Jahren erfolgreich und nachhaltig Patienten u.a. mit chronischen Schmerzen, Migräne, Kopf- und Rückenschmerzen. Am Wochenende veranstaltete Dr. Böger im RKH Deutschlands erste qualifizierte Fortbildung zum Schmerz-Assistenten, dem so genannten „Pain Care Assistant“. „Wir unterstützen mit dieser Fortbildung das medizinische Fachpersonal aus den Praxen und der Pflege in Bezug auf Schmerzentstehung, -erfassung und –diagnostik. Das Ziel ist es, einheitliche Standards zu etablieren und damit die Versorgung der Schmerzpatienten weiter zu optimieren“ so Dr. Böger.


Pain Care Seminar

Die an 2 Wochenenden stattfindende Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Regensburg und der Pharmaindustrie stattfand, war mit 25 TeilnehmerInnen sehr gut besucht. „Wir erreichen mit dieser Fortbildung zukünftig, dass das medizinische Fachpersonal eine neue, wichtige Rolle in der Versorgung von Schmerzpatienten  einnimmt und den behandelnden Arzt effektiv bei der Schmerztherapie unterstützt“ betont Dr. Böger. So stießen Schulungen zur Schmerzdokumentation, Schmerzerfassung oder zum Medikamentenmanagement bei allen Teilnehmern auf große Resonanz. „Wir beobachten täglich, dass das Fach- und Pflegepersonal sehr nah am Patienten arbeitet und einen engen, manchmal persönlichen Kontakt hat. Somit war es uns wichtig, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. dieses Schulungskonzept des „Pain Care Assistant“ anzubieten“ so Dr. Böger. Geplant ist für die Zukunft ein Netzwerk von in der Schmerzmedizin tätigen Arzthelferinnen, um die Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen in der Region nachhaltig zu verbessern.