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Die Nase steht im Mittelpunkt

Am 06.10.2011, 11:14 Uhr

Wir tragen sie mitten im Gesicht: unsere Nase. Und so herausragend wie diese Position, so wichtig ist das Organ. Die Nase prägt entscheidend das Aussehen, durch sie strömt unsere Atemluft. Bei einigen Menschen ist diese Funktion jedoch zum Beispiel durch eine Verkrümmung der Nasenscheidewand eingeschränkt. Und optisch ist das menschliche Riechorgan häufig Dorn im Auge seines Besitzers.


Im Patientengespräch: Chefarzt Professor Dr. Noah (Mitte) und Oberarzt Dr. Dagdelen (links), dessen Spezialgebiet die Korrektur der orientalischen und osmanischen Nase ist.

(AHE) Mehrere tausend Nasen werden deswegen in Deutschland jährlich von Plastischen Chirurgen korrigiert. Dabei gibt es keine Nasenform, die für alle Menschen ideal ist. „Im besten Fall passt sich eine Nase den übrigen Gesichtszügen unauffällig an“, sagt Dr. med. Murat Dagdelen, Oberarzt der Klinik für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel. 

„Deswegen ist es wichtig, Patienten individuell zu beraten. Wir richten uns nach biometrischen Maßen. Weil aber jede Volksgruppe ihre spezifischen Eigenheiten hat, müssen Patienten auch unter Berücksichtigung ihrer Herkunft beraten werden. Die asiatische oder afrikanische Nase hat im Vergleich zur europäischen Nase zum Beispiel eine breite Basis und einen eher flachen Nasenrücken“, erklärt der Experte. Sein Spezialgebiet sind Korrekturen der orientalischen und osmanischen Nase. Da es bei einer Nasenkorrektur aber nicht nur auf ein ästhetisch ansprechendes Ergebnis ankommt sondern auch auf die Funktionalität steht diese ebenso im Fokus des Teams. 

„40 Prozent unserer Patienten sind nicht nur kosmetisch mit ihrer Nase unzufrieden. Sie haben außerdem Atembeschwerden. Hier ist eine Kooperation mit unseren HNO-Kollegen besonders wichtig, um eine optimale Funktionalität der Nase zu gewährleisten“, berichtet Professor Dr. med. Ernst Magnus Noah, Chefarzt der Klinik. In enger Kooperation mit niedergelassenen Kollegen wird so der Patient umfassend und optimal betreut. Dass Nasenkorrekturen von einem erfahrenen Team durchgeführt werden sollten, zeigt sich regelmäßig. 

„Leider mussten wir auch schon Nasen rekonstruieren, die durch missglückte Voroperationen anderer Ärzte ihre Funktion verloren hatten. Zum Beispiel bei einer Patientin, die durch eine starke Verkleinerung der Nase und die Erniedrigung des Nasenrückens keinen oberen Nasenanteil mehr hatte“, erklärt Professor Noah. Auf einen Wissensaustausch mit andern sogenannten rhinochirurgischen Zentren legt Professor Noah daher großen Wert: „Wir arbeiten mit Zentren in China, Kalifornien, Istanbul und Stuttgart zusammen. Durch Erfahrung, enge Kooperation mit HNO-Ärzten und diesem wissenschaftlichen Austausch können Nasen ästhetisch und funktional bestmöglichst korrigiert werden.“