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Saubere Hände bedeuten keimfreie Hände

Am 08.05.2015, 12:31 Uhr

„Aktionstag saubere Hände“ am Roten Kreuz Krankenhaus (RKH) Kassel


Kassel, 8. Mai: Das Rote Kreuz Krankenhaus (RKH) Kassel nimmt auch in diesem Jahr am „Aktionstag saubere Hände“ teil. Am 12. Mai, ab 9.45 Uhr informieren Experten über „Multiresistente Erreger und Schutzkleidung“ und verdeutlichen, wie richtige Händehygiene gelingt. Zudem zeigen die Veranstalter anhand eines Ebola-Schutzanzuges, was beim korrekten An- und Ausziehen von Schutzkleidung beachtet werden muss. 

„Saubere Hände bedeuten für uns im Krankenhaus keimfreie Hände“, erläutert Tobias Brüggemann, Krankenhaushygieniker des Roten Kreuz Krankenhauses (RKH) Kassel und Oberarzt der Klinik für Anästhesie-, Intensiv- und Notfallmedizin. Er informiert zum Auftakt der Veranstaltung über die verschiedenen Arten multiresistenter Erreger, wie diese sich verbreiten und warum gerade sie eine so große Gefahr darstellen. Seit mehreren Jahren nimmt das RKH an dem „Aktionstag saubere Hände“ teil. Die Veranstaltung findet jährlich im Rahmen des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) initiierten internationalen Tages der Händehygiene statt. Das Krankenhaus informiert Patienten, Interessierte und Mitarbeiter durch Vorträge und interaktive Maßnahmen, wie richtige Händehygiene gelingt. 

Multiresistente Erreger und ihre fatalen Folgen

In diesem Jahr stehen „Multiresistente Erreger und Schutzkleidung“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. „Die Teilnehmer sollen ein Bewusstsein für das Thema entwickeln, das dient der Patientensicherheit“, erläutert Brüggemann. Denn ohne gründliche Händehygiene übertragen sich Bakterien und Viren über die Hände von Personal und Besuchern auf die Patienten. Nach einer Operation oder während einer Chemotherapie kann das fatale Folgen haben: Durch das geschwächte Immunsystem kann eine Infektion mit bestimmten Keimen bedrohlich werden, die für gesunde Menschen keine Gefahr bedeuten. Versagen mehrere Antibiotika bei der Bekämpfung der Bakterien, handelt es sich um einen sogenannten multiresistenten Keim, wie beispielsweise den oft genannten MRSA (Methicillin resistente Staphylokoccus aureus). 

Ebola-Schutzanzug „live“ erleben

Bei einer bereits ausgebrochenen Infektionserkrankung spielt die passende Schutzkleidung eine bedeutende Rolle. Wie wichtig das korrekte An- und Ausziehen dieser Kleidung ist, verdeutlichen die Berichte über die Erkrankung Ebola. Im Rahmen des Aktionstages können die Kasseler einen solchen Schutzanzug „live“ erleben und erhalten einen Eindruck davon, was beim korrekten An- und Ausziehen von Schutzkleidung beachtet werden muss.