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Computerassistierte Chirurgie (Navigation) und Minimalinvasive Chirurgie

Erstmals führten französische Chirurgen 1997 eine computerassistierte Implantation (Navigation) einer Knieoberflächenprothese durch. Unser Chefarzt Professor Dr. Werner Konermann beschäftigt sich seit 1999 schwerpunktmäßig mit der Navigation von Knie-Endoprothesen.

Die Navigation erlaubt Aussagen zur optimalen Achsausrichtung einer Kniegelenksprothese, zur Beinachse, zur Bandspannung und zum Bewegungsausmaß des Gelenkes. Mit ihr erhöht sich die Genauigkeit beim Einsetzen von Prothesen im Gegensatz zu konventionellen Operationsmethoden. In einer eigenen Studie konnten 100 Prozent der navigierten Knieprothesen mit einer vertretbaren Abweichung von 3 Grad von der Idealachse implantiert werden, mit der konventionellen Operationstechnik sind es 80 Prozent. Studien belegen, dass die exakte Ausrichtung der Prothese sowie die Balancierung des Innen- und Außenbandes entscheidende Faktoren für die Langlebigkeit der Prothese sind.

Minimal-invasive chirurgische Methoden bedeuten nicht oder nicht nur kleine Hautschnitte und demzufolge besonders unauffällige Narben. Vielmehr werden mit den minimal-invasiven Operationsverfahren Muskeln und Gewebe geschont. Diese minimal-invasiven gewebeschonenden Verfahren bringen somit kürzere Genesungszeiten, schnellere Mobilisierung sowie eine frühere Rückkehr in das Alltags- und Berufsleben der Patienten mit sich. So hat sich z.B. in den letzten zwei Jahrzehnten die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) als Standardverfahren u.a. in der Meniskuschirurgie, der Kreuzbandplastik und der Schulterchirurgie etabliert. Bei vielen Eingriffen kommen heute minimal-invasive Verfahren zum Einsatz, so auch bei der Implantation einer Hüft- und Knieprothese, bei Schulteroperationen sowie bei vielen anderen Operationen.