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Tumorchirurgie

Tumorchirurgie

In unserer Klinik behandeln wir die meisten Formen von gut- und bösartigen Tumoren im Kopf- und Halsbereich. Betroffen sind hier vor allem die Mundhöhle, die Lippen, die Speicheldrüsen inklusive Ohrspeicheldrüse und die Gesichtshaut. Ein klinikinternes Tumorregister, das Befunde computergestützt dokumentiert, hilft uns bei Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen.

Bösartige Tumore in der Mundhöhle treten vor allem an den Schleimhäuten auf. Bei entzündeten Bereichen in der Mundhöhle, die nicht innerhalb von zwei Wochen abheilen (eventuell nach Wegnahme eines auslösenden Reizes wie Prothesenränder), sollte deshalb ein Zahnarzt oder Mund-Kiefer-Gesichtschirurg aufgesucht werden. In der Klinik wird ein modernes vernetztes onkologisches Konzept vertreten. Dabei steht die operative Entfernung des Tumors und der Halslymphknoten mit sofortiger plastischer Wiederherstellung im Vordergrund, eventuell ergänzt durch Chemotherapie und Bestrahlung. Wir verfolgen stets das Ziel, Organe wenn möglich zu erhalten oder primär zu rekonstruieren und so eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen.

Von den Speicheldrüsen erkrankt die Ohrspeicheldrüse am häufigsten. In den überwiegenden Fällen handelt es sich dabei aber um gutartige Tumore. Trotzdem ist auch hier eine möglichst frühe Behandlung wichtig, da gutartige Tumore stetig wachsen und im Verlauf bösartig werden können. Am Anfang steht eine kleine, schmerzlose Schwellung vor dem Ohr, die langsam zunimmt. Die frühzeitige Erkennung ist noch aus einem weiteren Grund wichtig: Der Gesichtsnerv verläuft durch die Ohrspeicheldrüse. Ein großer Tumor erhöht das Risiko, den Nerv bei einer Operation zu verletzen.

Dermatochirurgie und Hauttumore

Unter den bösartigen Veränderungen tritt im Gesicht am häufigsten das Basaliom, der so genannte weiße Hautkrebs, auf. Im Gegensatz zu anderen Tumorentitäten - wie zum Beispiel das Spinaliom (Stachelzell- Hautkrebs) und das Melanom (schwarzer Hautkrebs) - bildet diese Form des Hautkrebses selten Metastasen in anderen Organen. Kennzeichnend für entstehende Basaliome sind kleine, glänzende Knoten im Gesicht, die im Randbereich feine äderchen aufweisen und langsam wachsen. Sie treten vor allem an Stellen auf, die stark der Sonne ausgesetzt sind (Nase, Wangen und Ohren). Wichtig ist eine vollständige operative Entfernung, die feingeweblich kontrolliert wird, verbunden mit einer sofortigen plastischen Rekonstruktion.