Ausbildung an der Klinik

Die Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel wurde am 1. Juni 2003 eröffnet.
Für die Patientenversorgung stehen 25 Betten zur Verfügung. Der ärztliche Mitarbeiterstab besteht aus 4 Ärzten inklusive 2 Fachärzten für Plastische Chirurgie.
Es stehen täglich zwei Operationssäle, eine eigenständige Ambulanz für die vor- und poststationäre Behandlung sowie Behandlungsräume in der Notfallambulanz zur Verfügung.
Professor Dr. Ernst Magnus Noah verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für Plastisch-Ästhetische Chirurgie, eine zweijährige Weiterbildungsermächtigung für das Common Trunk und die Zusatzbezeichnung Handchirurgie.
Ambulanz
Im Ambulanzbereich finden neben der prä- und poststationären Behandlung auch Spezialsprechstunden für folgende Themenbereiche statt:
Handchirurgie
Problemwunden
Brust- und Ästhetische Chirurgie
periphere Nerven
Verbrennungschirurgie
In allen oben aufgeführten Spezialsprechstunden werden Prästationäre Anamnesen und Beschwerdeerhebung durchgeführt. Anordnung von notwendigen Zusatzoperationen zur Darstellung der Operationsindikation und Aufsetzung eines Therapieplanes gehören ebenfalls zu den Aufgaben in der Ambulanz.
Den Schwerpunkt in dem poststationären ambulanten Bereich bilden die speziellen plastisch-chirurgischen Verbandstechniken und Anordnungen für Heil- und Hilfsmittel, Physiotherapie, Einführung in das Berufsgenossenschaftliche Heilverfahren und die Erstellung von poststationären Therapieplänen inklusive Resozialisierungsmaßnahmen.
Station
Auf der Station werden stationäre Operationsplanung und Operationsvorbereitung sowie spezielle plastisch-chirurgische präoperative Anamneseerhebung, allgemeine Anamneseerhebung, allgemeine präoperative Untersuchungsverfahren, spezielle postoperative plastisch-chirurgische Behandlungs- und Verbandstechniken, Behandlungen von Problemwunden mit modernen Wundtherapeutika inklusive Vakuumversiegelung, Mobilisationstechniken inklusive Frühmobilisationstechniken bei handchirurgischen Notfallbehandlungen sowie bei Verletzungen des peripheren Nervensystems durchgeführt. Hier werden auch Infusions- und Medikamententherapieschemata sowie Visitenführung und Vorbereitung zur poststationären Behandlung erlernt.
Operationsbereich
Im Operationsbereich werden Sie als erste und zweite Assistenz bei Operationen des gesamten Spektrums der Plastischen Chirurgie eingesetzt. Sie erlernen spezielle plastisch-chirurgische Nahttechniken und werden in Operationstechniken und Präparationstechniken sowie die allgemeine Operationsassistenz eingeführt. Mit zunehmender Erfahrung werden die Operationen selbstständig unter fachärztlicher Aufsicht durchgeführt.
Laut Definition der Weiterbildungsordnung umfasst die Plastische Chirurgie die Wiederherstellung und Verbesserung der Körperform und sichtbar gestörten Körperfunktionen durch funktionswiederherstellende und verbessernde plastisch-operative Eingriffe. Das Spektrum der Plastischen Chirurgie baut sich auf 4 Säulen auf:
Handchirurgie
Die Versorgung handchirurgische Notfälle und elektive Operationen an der Hand gehören zum Fachgebiet Plastische Chirurgie. Hierunter fallen altersregressive Veränderungen, Nervenkompressionen, rheumatologische Veränderungen, onkologische Erkrankungen sowie Fehlbildungen. Im Akutfall handelt es sich um Verletzungen im Weichteilgewebe und Handskelett inklusive der mikrochirurgischen Versorgung von Gefäßen, Nerven und Replantationen.
Rekonstruktive Chirurgie
Mittels lokaler, regionaler und freier Lappentransplantationen werden Defekte der Körperoberfläche sowie Postbehandlungsdefekte im Becken und Thorax gedeckt. Patienten mit Läsionen am peripheren Nervensystem inklusive Facialisparesen und Verletzungen des Plexus brachialis werden durch Plastische Chirurgie behandelt. Bei diesen Operationen kommen mikrochirurgische Techniken zum Einsatz. Die Wiederherstellung des Körperbildes beinhaltet auch brustrekonstruktive Plastische Chirurgie mittels gestielter und freier Lappentransplantation.
Verbrennungschirurgie
Die akute wie auch sekundäre Behandlung von Brandverletzten wird mit einer breiten Palette von plastisch-chirurgischen Operationstechniken durchgeführt. Neben speziellen Débridementtechniken fallen hierunter Haut- und Gewebetransplantationen sowie moderne Techniken des Tissue Engineerings.
Ästhetische Chirurgie
Behandlung von altersregressiven Veränderungen der Körperoberfläche inklusive Brustchirurgie sowie Straffungsoperationen im Bereich des Gesichts und des Körperstammes werden dem Bereich der Ästhetischen/Plastischen Chirurgie zugeordnet. Des Weiteren finden Ohr- und Nasenkorrekturen, Brustvergrößerungen und Behandlungen von Brustfehlbildungen, Absaugoperationen und Implantationsoperationen statt.
Es gibt ein Weiterbildungscurriculum. Je nach Ausbildungsstand werden Ausbildungskurse angeboten und finanziert.
Theoretischer Unterricht
Zur Sicherstellung des Verständnisses der oben aufgeführten Tätigkeit ist ein theoretischer Unterricht unabdingbar, welcher mit mindestens zwei Stunden wöchentlich durchgeführt wird. In Vortrags- oder auch Gesprächsform werden krankheitsbezogene sowie operationsbezogene Lerninhalte vermittelt.
Das Rote Kreuz Krankenhaus stellt sämtliche audiovisuellen Hilfen zur Verfügung. Die Klinik selbst verfügt über ein modernes Computersystem mit Anschluss an das Internet sowie Zugriff auf Onlinezeitschriften. Sämtliche Patientendaten werden digital erfasst. Die speziellen plastisch-chirurgischen Fotografien werden eigenständig angefertigt und archiviert.
Praktischer PJ-Unterricht
In regelmäßigen Ausbildungsvisiten werden am Patienten die speziellen Untersuchungs- und Vorbereitungstechniken zur Operation sowie die krankheitsrelevanten Daten und wissenschaftlichen Grundlagen der Krankheitsbilder vermittelt.
Die speziellen plastisch-chirurgischen Nahttechniken inklusive der mikrochirurgischen Techniken können an Übungsmodellen gelehrt und trainiert werden, auch ein Übungsmikroskop steht zur Verfügung. Eine Teilnahme in der plastisch-chirurgischen Notfallbehandlung insbesondere der handchirurgischen Notfallbehandlung ist möglich.
Lehrangebot/Veranstaltungen für PJler
- theoretischer Unterricht mit mindestens 2 Stunden pro Woche
- Zugriff auf Onlinezeitschriften
- regelmäßige Ausbildungsvisiten
- Nahtkurs
- Vorlesungen und Vorträge des Blockunterrichts können besucht werden
Dienste
möglich als Rufdienst
Freizeitausgleich
gibt’s jeden Tag




