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Anatomie des Schultergelenkes

Das Schultergelenk (Glenohumeralgelenk) besteht aus dem Oberarmkopf und der Gelenkpfanne. Im Gegensatz zum Hüftgelenk ist das Schultergelenk ein knöchernes, nur locker geführtes Kugelgelenk, was zu einem großen Bewegungsspielraum führt. Die Stabilität wird durch das Zusammenspiel von Kapseln, Bändern und den Muskeln, insbesondere der Rotatorenmanschette, erreicht. 

Normalbefund, Firma DePuy a Johnson&Johnson company
Normalbefund eines Schultergelenk
Schultergelenkarthrose, Firma DePuy a Johnson&Johnson company
Schultergelenkarthrose

Schultergelenkendoprothese - Allgemein

Schultergelenkendoprothese

Ein Schwerpunkt unserer Klinik bildet die endoprothetische Versorgung des Schultergelenkes. Die Wahl der optimalen Schulterprothese hängt von einigen individuellen Faktoren ab und wird dem Patienten immer vor der Operation erklärt. In Abhängigkeit von der Sehnenmanschette, die den Oberarmkopf umgibt (Rotatorenmanschette), der Bewegungseinschränkung, der Gelenkstabilität und der Knochendefekte kommen in unserer Klinik unterschiedliche Endoprothesen zur Anwendung.

Schulterkappenprothese

Bei ausschließlichem Verschleiß der Oberarmkopf-Gelenkfläche ist als knochensparendes Implantat eine Kappenprothese indiziert. Bei dieser Operation wird nur die arthrotische Fläche des Oberarmkopfes durch die Metallkappe ersetzt. Voraussetzung für die Kappenprothese ist zur Wiedererlangung einer guten Beweglichkeit eine intakte Rotatorenmanschette.

Schulterkappenprothese, Firma DePuy a Johnson&Johnson company
Schulterkappenprothese

Schulter-Totalprothese 

Bei gleichzeitigem Verschleiß der Gelenkflächen des Oberarmkopfes und der Gelenkpfanne ist ein vollständiger Ersatz der Gelenkflächen des Oberarmkopfes und der Gelenkpfanne indiziert. Voraussetzung für die Schultergelenk-Totalprothese ist eine intakte Rotatorenmanschette. Eine weitgehend normale Gelenkfunktion mit guter Beweglichkeit wird erreicht.

schwere Omarthrose
schwere Omarthrose
Schulterprothese Global AP, Firma DePuy a Johnson&Johnson company
Schulterprothese
Schulterprothese Global AP, Firma DePuy a Johnson&Johnson company
Schulterprothese

Schulter-Frakturprothese

Bei einem Oberarmkopfbruch kann entweder eine sog. Frakturprothese oder eine inverse Prothese implantiert werden. Beim jüngeren Patienten bevorzugen wir die Frakturprothese mit Rekonstruktion der knöchernen Ansätze der Rotatorenmanschette. Oftmals verbleibt jedoch eine Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes. Beim älteren Patienten (>70 Jahre) sowie auch bei einer zusätzlichen großen Ruptur der Rotatorenmanschette sehen wir die Indikation zur Implantation einer inversen Schulterprothese. Die Beweglichkeit ist deutlich besser im Vergleich zur Frakturprothese, manchmal ist je nach Beteiligung der Rotatorenmanschette eine aktive Außenrotation nicht möglich. 

Inverse Schulterprothese (Delta Xtend Prothese)

Die inverse Schultergelenkprothese implantiert der Chefarzt der Klinik seit über 10 Jahren bei einer Schultergelenkarthrose mit gleichzeitigem großen Defekt der Rotatorenmanschette und bei komplizierten Oberarmkopfbrüchen sowie bei komplizierten Wechseloperationen von Schultergelenkprothesen. Die Prothese führt allein durch die Kraft des Deltamuskels zu einer gute Beweglichkeit des Schultergelenkes.  

proximale Oberarmmehrfragmentfraktur
proximale Oberarmmehrfragmentfraktur
Inverse Schulterprothese Delta XTend
Inverse Schulterprothese Delta XTend
Inverse Schulterprothese Delta XTend, Firma DePuy a Johnson&Johnson company
Inverse Schulterprothese

Sport nach Schulterendoprothese

Günstig sind u.a.:

  •  Wandern 
  •  Radfahren 
  •  Fitnesstraining 
  •  Ergometertraining
  •  Tanzen 
  •  Skilanglauf
  •  Karten spielen 

Ungünstig sind u.a.:

  •  Sportarten mit schulterbelastenden Sportarten 
  •  Kontaktsportarten, u.a. Fußball, Handball, Kampfsportarten 
  •  Tennis 
  •  Skiabfahrtslauf