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In über 80% der Fälle ist die sog. O-Bein-Fehlstellung die häufigste Achsfehlstellung der unteren Extremität. Diese Achsfehlstellung führt zu einer einseitigen Überbelastung im Kniegelenk mit frühzeitigem Verschleiß des Gelenkknorpels (Arthrose) auf der Innenseite des Kniegelenkes. Die Knieumstellungsoperation führen wir bei Frauen bis zum ca. 55 Lj. und bei Männern bis zum ca. 65 Lj. durch. Die Operation wird ausschließlich bei Nichtrauchern vorgenommen, da eine gute und schnelle knöcherne Heilung des Knochensägeschnitts erforderlich ist. Bei der Knieumstellungsosteotomie wird zunächst in derselben Narkose eine Kniegelenkspiegelung durchgeführt, um die Knorpelverhältnisse im Kniegelenk in allen Kompartimenten zu beurteilen. Danach erfolgt in derselben Narkose die Umstellungsosteotomie des Schienbeins. In unserer Klinik wird bei der Achskorrektur der O-Bein-Stellung  eine sog. aufklappenden medialen Tibiaosteotomie durchgeführt. Hierbei wird der Scheinbeinknochen ausgehend von innenseitig bis auf den lateralen Knochenteil durchtrennt. Zwischen die Sägeschnittflächen wird ein medial basiger Keil soweit eingebracht, bis der gewünschter Korrekturwinkel erreicht ist. In dieser Stellung wird am Schienbein eine sog. winkelstabilen Platte mit Schrauben fixiert. Hierdurch wird die gewünschte Knochenkorrekturstellung gehalten. In der Folgezeit wird der medial basige Knochenspalt vom Körper mit eigenem Knochen aufgefüllt, bis der Spalt komplett knöchern durchbaut ist. Nach durchschnittlich 18 Monaten können die Schrauben und die Platte entfernt werden.   
Ziel dieser Operation ist, die Beschwerden und Schmerzen zu lindern und die Implantation eines künstlichen Gelenkes über viele Jahre bis Jahrzehnte hinauszuzögern.

Tomofix Platte, Firma Synthes, Umkirch
Tomofix Platte, Firma Synthes, Umkirch