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  1. Knorpelglättung (Debridement)
    Arthroskopisch werden aufgefaserte Knorpelfransen mit einem Shaver (motorangetriebenes Instrument) geglättet und instabile, lockere Knorpelteile entfernt. Gleichzeitig werden oft degenerativ ausgefranste, kleinere Meniskusschäden geglättet. 

  2. Microfracture-Technik
    Mit einem feinen Spezialinstrument (wie ein Vierkantdorn) wird die Knochenoberfläche in der Knorpeldefektzone an mehreren Stellen eröffnet. So können Knochenmarkstammzellen (entwicklungsfähige Zellen) aus dem Blut austreten und heften sich an der Knochenoberfläche an. Aus den Stammzellen bildet sich eine Faserknorpeloberfläche (Ersatzknorpel), die die ehemalige Knorpeldefektzone bedeckt. Der „normale“ Knorpel in einem Gelenk ist hyaliner Knorpel; mit der hier vorgestellten Methode wird die andere Knorpelart, Faserknorpel, gebildet.

  3. Knorpel-Knochen-Transplantation
    Diese Methode eignet sich besonders zur Defektauffüllung bei begrenzten Knorpelschäden im Knie- und Sprunggelenk. Aus dem Kniegelenk werden kleine Knorpel-Knochen Stanzzylinder von gering belasteten Stellen entnommen und in passend vorbereitete Aufnahmelöcher in der Defektzone des Kniegelenkes oder des Sprunggelenkes eingestößelt. So erhält man sofort funktionsfähigen hyalinen Knorpel in der Defektzone und eine sehr gute Einheilung, da der darunterliegende Knochenblock ein rascheres Einheilen ermöglicht.

  4. Knorpelzellzüchtung (ACT, Autologe Chondrozyten Transplantation)
    Diese Methode wird bei grossen Defekten des Gelenkknorpels angewendet. Es sind zwei Operationen erforderlich. Bei der ersten Operation wird aus dem Kniegelenk in extrem geringer Menge Knorpel entnommen. In einem Labor wird in einem aufwendigen Verfahren die eigenen Knorpelzellen in der Zellkultur vermehrt. Bei einer zweiten Operation, die einige Wochen später erfolgt, wird der Knorpeldefekt mit den gezüchteten Knorpelzellen bedeckt. Hier müssen die neuen Zellen, die auf einer Membranfolie liegen, am Knochen anwachsen und sich weiter vermehren damit eine neue hyaline Knorpelgrundstruktur aufgebaut wird. Daher ist eine längere Nachbehandlungsphase mit bis zu 10-wöchiger Entlastung an zwei Unterarmgehstützen erforderlich.