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Fehlbildungen

Lippen-Kiefer-Gaumenspalten zählen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Eine operative Korrektur kann bei richtiger und rechtzeitiger Behandlung Spätfolgen verhindern - in Zusammenarbeit mit den erforderlichen Fachdisziplinen (u.a. Lactationsberatung, Perinatalmediziner, Sprachheilpädagogik, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Pädiatrie, Kieferorthopädie). Wichtig ist zunächst eine umfassende Information der Eltern. Diese ist häufig schon vor der Geburt möglich, da sich die Spaltbildung bereits im Ultraschall feststellen lässt.
 
Nach der Geburt werden Trinkplatten angewendet, um die Trink- und Stillfähigkeit des Säuglings zu verbessern. Wenn das Kind gekräftigt ist, meistens mit vier Monaten, erfolgt die Korrektur einer Lippenspaltbildung. Korrekturen von Gaumenspalten erfolgen etwas später. Aufgrund der Fortschritte auf dem Gebiet der Anästhesie sind Operationen unter Narkose auch im Säuglingsalter sehr sicher geworden. Für Säuglingsnarkosen arbeiten wir mit der städtischen Kinderklinik zusammen.

Die kontinuierliche Betreuung von LKG-Spaltpatienten ist durch die gesamte Jugendzeit hindurch angeraten, um weitere Maßnahmen (Sprachheilpädagogik, Kieferorthopädie, operative Korrekturen von Kiefer und Nase) optimal zu koordinieren. Am RKH behandeln wir auch erwachsene LKG-Spaltpatienten. Auch hier arbeiten wir mit den modernsten Methoden, die die Distraktions-osteogenese zur Behandlung von Kieferfehlstellungen, sprachverbessernde Operationen und Knochenaufbauten bei Spaltträgern umfassen. 

Das weitere Spektrum der Fehlbildungen in Mund, Kiefer und Gesicht umfasst unter anderem Syndrome wie die Zungenhypertrophie beim Wiedemann Beckwith Syndrom, Zahnnichtanlagen bei der ektodermalen Dysplasie, Craniosynostosen oder Kieferfehlbildungen wie beispielsweise das Goldenhar Syndrom.