Home

Schmerzbehandlung nach Operationen

Nach Operationen erhalten Patienten zur Schmerzbehandlung Tabletten oder auch Spritzen. Da diese besonders nach großen Operationen manchmal nicht ausreichen, bieten wir bei diesen Eingriffen zusätzlich zur eigentlichen Narkose (Vollnarkose oder Spinalanästhesie) die Anlage eines Schmerzkatheters an. Je nach Operationsgebiet kommt ein so genannter thorakaler Periduralkatheter oder ein Nervus femoralis-Katheter in Frage.

Die Technik des Periduralkatheters ist vielen Patientinnen aus der Geburtshilfe bekannt. Hier wird unter örtlicher Betäubung ein dünner (ca. 1 mm) weicher Kunststoffkatheter in den Kanal der Wirbelsäule gelegt, in dem sich auch das Rückenmark befindet. Injiziert man über diesen Katheter bestimmte Medikamente, kommt es im Bauchraum zu einem Herabsetzen der Schmerzempfindung. Durch eine Abwandlung kann diese Technik auch im Bereich der Beine angewendet werden.  Da neben der Schmerzminderung auch günstige Effekte auf die Bauchorgane und das Herz-Kreislauf-System erzielt werden, empfehlen wir diesen Schmerzkatheter allen Patienten bei einem geplanten großen Bauch-(Darm-)Eingriff. 

Bei größeren Operationen des Kniegelenks empfehlen wir die Anlage eines so genannten Nervus femoralis-Katheters an. Hier wird ein dünner flexibler Kunststoffkatheter in örtlicher Betäubung in der Leistenbeuge eingeführt. Über diesen Katheter wird ein Schmerzmittel direkt an einen Nerv gebracht, der Teile des Kniegelenkes versorgt. Auch dieses Verfahren führt zu einer deutlichen Minderung der Schmerzen nach der Operation. Das ermöglicht eine bessere krankengymnastische Behandlung des operierten Knies und einer schnelleren Mobilisierung des Patienten und letztendlich zu einer schnelleren Entlassung aus dem Krankenhaus.

Opens external link in new windowhttps://www.youtube.com/watch?v=P2I3OiROdm0&list=UUPPGpxW9qrE-UkJQ9EY7nOg