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„Onkologie-Verbund Nordhessen“ des Universitäts-Krebszentrums Göttingen gegründet

(v.l.n.r.) Dr. Martin Siess (Vorstand Ressort Krankenhausversorgung Universitätsmedizin Göttingen), Prof. Dr. Lorenz Trümper (Direktor UniversitätsKrebszentrum Göttingen),
Onkologie-Verbund-Nordhessen

Partner sind Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel, Elisabeth-Krankenhaus Kassel und Lungenfachklinik Immenhausen mit dem UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (G-CCC)

Die drei nordhessischen Krankenhäuser, Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel, Elisabeth-Kranken- haus Kassel und Lungenfachklinik Immenhausen, erweitern ihre bestehende Zusammenarbeit mit dem UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Die vier Partner haben am Mittwoch, dem 10. Juli 2013, den „Onkologie-Verbund Nordhessen“ des Universitäts- Krebszentrums Göttingen gegründet. Mit dem Verbund wollen die Partner den Patienten routinemäßig das gesamte Spektrum onkologischer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten eröffnen. 

Erklärtes Ziel der Neugründung ist die Erweiterung der bisherigen Zusammenarbeit mit dem UniversitätsKrebszentrum der UMG für eine bestmögliche medizinische Versorgung und eine deutlich günstigere Zukunftsperspektive in der Behandlung der Patienten mit onkologischen Erkrankungen in Nordhessen. 

Für dieses Vorhaben unterzeichneten alle Beteiligten einen Letter of Intent, der diese Partner- schaft festlegt. Koordinierendes Zentrum ist das UniversitätsKrebszentrum der UMG. Das UniversitätsKrebszentrum bietet alle Forschungs- und Therapiemöglichkeiten, es steht in dem neuen Verbund allen Kooperationspartnern zur Verfügung. Die teilnehmenden Krankenhäuser haben direkten Zugang zu Experten der Universitätsmedizin Göttingen. Die Ärzte stimmen sich bei komplexen Fragestellungen eng miteinander ab. In gemeinsamen Tumorkonferenzen werden Patienten besprochen und nach modernsten Standards beurteilt. 

HINTERGRUND 

Das Hessische Sozialministerium hatte eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem Hessi- schen Onkologie Konzept aus dem Jahr 2010 eingefordert, um damit die Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen zu verbessern. 

Bereits 1981 wurde ein Programm des Bundes und der Länder zur Verbesserung der Krebs- bekämpfung in Deutschland initiiert und 1987 wurden in Hessen erste Tumorzentren und Onkologische Schwerpunkte ausgewiesen. Da sich in den zurück liegenden Jahrzehnten die medizinisch fachlichen Konzepte zur Behandlung von Krebserkrankungen weiterentwickelt haben, forderte das Hessische Sozialministerium die Krankenhäuser auf, sich über strukturelle Vorgaben zur Behandlung zu optimieren. Dabei sollen die bisherigen Behandlungskonzepte so weiter entwickelt werden, dass nicht nur die Kompetenz der großen spezialisierten Krankenhäuser gewährleistet ist, sondern auch kleinere Krankenhäuser in die Lage versetzt sind, über vertraglich geregelte Kooperationen das erforderliche Know-how aufzuweiseen. 

In einem Letter of Intent haben sich die genannten Krankenhäuser aus Nordhessen und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) auf gemeinsame Eckpunkte ihrer Zusammenarbeit verständigt, die in einer festen Vertragsverbindung fixiert werden. 

Interdisziplinäre Tumorkonferenzen, in denen Patienten vorgestellt und deren Behandlung besprochen werden, gibt es bei den genannten Partnern schon heute. In den so genannten „Tumorboards“ einigen sich die Experten aus allen Häusern auf die beste Behandlungs- methode für komplexe Fälle. 

Neu ist, dass über die strukturierte Zusammenarbeit der direkte Zugang zu den Tumorkonfe- renzen der Universitätsmedizin Göttingen als Maximalversorger hergestellt ist. Die Behand- lungserfolge werden zentral dokumentiert und dienen so der ständigen Verbesserung der Therapiemöglichkeiten. Die Ärzte der Kooperierenden Krankenhäuser können an den Angeboten des UniversitätsKrebszentrums Göttingen teilnehmen. Damit findet ein noch engerer Austausch über neueste Therapiekonzepte und Richtlinien statt. 

Neben der gemeinsamen Nutzung von Datenbanksystemen und des zentralen Krebsregisters des G-CCC, Fortbildungsangeboten sowie direktem interdisziplinärem Austausch bietet der neue Verbund die rasche Überleitung von Patienten an die Universitätsklinik oder die beteilig- ten Krankenhäuser, zudem die Vermittlung ärztlicher Zweitmeinungen. Geplant sind zudem ein gemeinsamer Internetauftritt und in mittlerer Perspektive eine Zertifizierung des „Onkologie-Verbundes Nordhessen“ des UniversitätsKrebszentrums Göttingen. 

Durch die Eingangstür des Kooperationshauses erreicht der Patient zum einen die Expertise der behandelnden Ärzte vor Ort, zum anderen die Kompetenz universitätsmedizinischer Experten. Der neu geschaffene „Onkologie-Verbund Nordhessen“ des UniversitätsKrebs- zentrums Göttingen ist damit ein gutes Beispiel, wie eine qualitative Behandlung von Patienten über verschiedene Fachbereiche hinweg und über verschiedene Krankenhausträger erreicht werden kann. 

DAS UNIVERSITÄTSKREBSZENTRUM GÖTTINGEN 

Die Aufgaben des UniversitätsKrebszentrum Göttingen erstrecken sich auf die drei großen Bereiche Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Der Brückenschlag zwischen Krebsforschung und Krankenversorgung zählt zu den zentralen Aufgaben: Die Ergebnisse der Forschung sollen sich unmittelbar positiv auf die Behandlung der Patienten auswirken. Zudem erhalten Patienten die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen. 

Am UniversitätsKrebszentrum Göttingen beteiligen sich aus der UMG die Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie, Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hämatologie und Onkologie, Molekulare Onkologie, Neuropathologie, Nuklearmedizin, Palliativmedizin, Strahlentherapie und Radioonkologie sowie Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie. 

Weitere Partner des UniversitätsKrebszentrums Göttingen sind die onkologischen Schwerpunkt- praxen und die Krankenhäuser der Region. Das UniversitätsKrebszentrum Göttingen unterstützt die assoziierten Mitglieder dabei, ihren Patienten eine qualitätsgesicherte Therapie anzubieten und durchzuführen. Dafür verpflichten sich die assoziierten Mitglieder, die Qualitätsinstrumente des UniversitätsKrebszentrums Göttingen einzusetzen, die Therapieentscheidung für ihre Patienten in den Tumorboards zu treffen und die Behandlungsergebnisse dieser Patienten zu dokumentieren. 

VORTEILE FÜR DIE PATIENTEN 

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    Überleitung kritischer Patienten an das UniversitätsKrebszentrum Göttingen 

     
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    Zweitmeinungsmöglichkeit für die Krankenhäuser des Verbundes 

     
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    Möglichkeit der konsiliarischen Vorstellung beim UniversitätsKrebszentrum Göttingen 

     
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    Leitlinienkonforme, gemeinsam abgestimmte Therapie und Nachsorge 

     
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    Einbringung der Patienten in interdisziplinäre Fallkonferenzen 

     
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    Qualitätssicherung, u.a. über Zertifizierung 

     
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    Patienten haben Möglichkeit der Teilnahme an aktuellen Studien 

     

    Informationen: Opens external link in new windowwww.ccc.med.uni-goettingen.de 

    Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 

     

    Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel Gemeinnützige GmbH Michael Gribner, Telefon: 0561 / 3086-2001 Opens window for sending emailsekretariat(at)rkh-kassel.de 

     

    Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität UniversitätsKrebszentrum Göttingen (G-CCC), Geschäftsstelle: 

    Dr. Helge K. Schumacher, 
    Telefon 0551 / 39-9275
    Opens window for sending emailhelge.schumacher(at)med.uni-goettingen.de